Funktion der Infrarotstrahlung
Infrarotstrahlung unterteilt sich in IR-A, IR-B und IR-C Strahlung. Dies besagt, in welchen Micrometer-Bereichen sich die Strahlung bewegt. Man bezeichnet das als kurz- oder langwellige Strahlung.
IR-A = 0,78 bis 1,40 Micrometer
IR-B = 1,40 bis 3,00 Micrometer
IR-C = 3,00 bis 100,00 Micrometer
Bei kurzwelliger IR-A Strahlung dringt ein großer Teil in das Körpergewebe ein, bevor die Strahlung zu Wärmeenergie umgewandelt wird. Bei dieser Strahlung erfolgt die Energieumwandlung hinter den sogenannten Ruffini-Körperchen (Wärmesensoren) und die Schutzfunktion der Haut wirkt nicht. Das ist einer der Gründe, warum die Entstehung eines Sonnenbrandes nicht oder zu spät bemerkt wird.
Bei der langwelligen IR-C Strahlung dagegen, erfolgt die Umwandlung der Wärme in der Oberhaut vor Erreichen der Ruffini-Körperchen. Dies sind Wärmesensoren der Haut, deren Aufgabe es ist, dem Gehirn durch Signale zu melden, dass die Haut zu heiß wird. Da die Wärmeenergie mittels der Blutgefäße transportiert wird und ihr Weg somit an diesem vorbeiführt, können sie bei langwelliger IR-Bestrahlung ihre Aufgabe erfüllen.
Bei den keramischen Strahlern beruht die Wirkung auf einer sanften Erwärmung der Haut, die wiederum die Blutgefäße weitet und hier das Blut den Wärmetransport übernimmt. Dadurch wird die Durchblutung gefördert, der Stoffwechsel angeregt und beschleunigt, sowie eine allgemeine Stärkung der Abwehrkräfte erreicht.
Infrarotstrahlung ist erst ab Strahlertemperaturen von mehr als 275 °C effektiv. Unterhalb dieser Temperaturen ist der Konvektionsanteil (Warmluftanteil) sehr hoch. Das heißt, die an den Strahlern vorbeistreichende Luft wird durch Kontakt mit der Strahleroberfläche erwärmt, es wirkt jedoch nur eine sehr geringe Strahlung auf den Benutzer.

